„Musiker und Musikerinnen im Shanghaier Exil 1938–1949“

Mehr als 450 Musiker und Musikerinnen waren unter den etwa 18.000 meist jüdischen Flüchtlingen aus Deutschland und Österreich, die ab 1938 vor der NS-Verfolgung nach Shanghai flohen. Für die meisten von ihnen war die chinesische Hafenstadt, die durch ihren Status als „Vertragshafen“, von japanischer Militärbesatzung, zeitweiliger Ghettoisierung, Kriegszerstörung und Mangelwirtschaft geprägt war, kein Wunschziel. Vor diesem komplexen Hintergrund wird in dem vorliegenden Band erstmals umfassend die Frage nach den (sub-)kulturellen Bedingungen, den beruflichen Wirkungsfeldern und last but not least die Frage nach Anpassung und Abgrenzung der geflüchteten Musiker und Musikerinnen gestellt. Themen der Studie sind die Rolle der Hilfsorganisationen bei der Vorbereitung des Exils, die populäre Musikszene, das gewerkschaftliche Engagement, die klassische Musikszene und Institutionalisierung, das Shanghai Municipal Orchestra, das Bühnenschaffen, die jüdischen Kantoren in Synagoge und Konzerte, die Musikpädagogen und ihre chinesischen Schülerkreise, die Aktivitäten von Komponisten sowie die Weiterwanderung und Wiedergutmachung nach Kriegsende.

Zur Autorin:

Sophie Fetthauer, Studium der Musik- und Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg, Promotion 2002, Forschungsprojekte zur Musik und zum Musikleben im „Dritten Reich“ und im Exil mit den Schwerpunkten Biographien, Firmen- und Institutionengeschichte, Exil in Shanghai sowie Displaced Person Camps und Remigration in der Nachkriegszeit, Mitherausgeberin des Lexikons verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit (www.lexm.uni-hamburg.de).

www.sophie.fetthauer.de

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

„Musiker und Musikerinnen im Shanghaier Exil 1938–1949“

Buchvorstellung mit der Autorin Sophie Fetthauer

Samstag, 25.06.2022, 18.00 Uhr  
⬤  Freie Plätze

Mehr als 450 Musiker und Musikerinnen waren unter den etwa 18.000 meist jüdischen Flüchtlingen aus Deutschland und Österreich, die ab 1938 vor der NS-Verfolgung nach Shanghai flohen. Für die meisten von ihnen war die chinesische Hafenstadt, die durch ihren Status als „Vertragshafen“, von japanischer Militärbesatzung, zeitweiliger Ghettoisierung, Kriegszerstörung und Mangelwirtschaft geprägt war, kein Wunschziel. Vor diesem komplexen Hintergrund wird in dem vorliegenden Band erstmals umfassend die Frage nach den (sub-)kulturellen Bedingungen, den beruflichen Wirkungsfeldern und last but not least die Frage nach Anpassung und Abgrenzung der geflüchteten Musiker und Musikerinnen gestellt. Themen der Studie sind die Rolle der Hilfsorganisationen bei der Vorbereitung des Exils, die populäre Musikszene, das gewerkschaftliche Engagement, die klassische Musikszene und Institutionalisierung, das Shanghai Municipal Orchestra, das Bühnenschaffen, die jüdischen Kantoren in Synagoge und Konzerte, die Musikpädagogen und ihre chinesischen Schülerkreise, die Aktivitäten von Komponisten sowie die Weiterwanderung und Wiedergutmachung nach Kriegsende.

Zur Autorin:

Sophie Fetthauer, Studium der Musik- und Literaturwissenschaft an der Universität Hamburg, Promotion 2002, Forschungsprojekte zur Musik und zum Musikleben im „Dritten Reich“ und im Exil mit den Schwerpunkten Biographien, Firmen- und Institutionengeschichte, Exil in Shanghai sowie Displaced Person Camps und Remigration in der Nachkriegszeit, Mitherausgeberin des Lexikons verfolgter Musiker und Musikerinnen der NS-Zeit (www.lexm.uni-hamburg.de).

www.sophie.fetthauer.de

Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

Hamburg Yu Garden, Feldbrunnenstraße 67, 20148 Hamburg
Eintritt frei