Summer-Camp China 2026:

Zwei Wochen voller Sprache, Kultur und unvergesslicher Erlebnisse

25. Juli – 08. August 2026

Am 25. Juli starteten 16 Schüler in Begleitung einer Lehrkraft des Konfuzius-Instituts Hamburg ihre Reise nach China. Im Rahmen des „Chinese Bridge“-Sommercamps verbrachten sie zwei abwechslungsreiche Wochen in Shanghai und Luoyang und konnten dabei China aus ganz unterschiedlichen Perspektiven kennenlernen. Das Summer-Camp wurde in Zusammenarbeit mit der Fudan-Universität, einer der renommiertesten Hochschulen Chinas und langjährigen Partnerinstitution des Konfuzius-Instituts Hamburg, durchgeführt und bot den Jugendlichen eine besondere Verbindung aus Sprachunterricht, kulturellen Erfahrungen und gemeinsamen Erlebnissen.

Shanghai – modernes China und Campusleben

Den größten Teil der Reise verbrachte die Gruppe in Shanghai. Bei der Planung des Programms war es uns besonders wichtig, den Schülern sowohl das moderne als auch das geschichtsträchtige China näherzubringen. Shanghai als internationale Metropole mit ihrer beeindruckenden Skyline, modernen Einkaufszentren und ihrem pulsierenden Stadtleben bot dafür den idealen Ausgangspunkt.

Ein besonderer Bestandteil des Aufenthalts war die Zeit an der Fudan-Universität. Die Schüler bekamen die Möglichkeit, ein wenig Campusluft zu schnuppern und den Alltag an einer chinesischen Universität kennenzulernen. Im Chinesischunterricht konnten sie ihre Sprachkenntnisse vertiefen und lernten unter anderem, wie sie auf Chinesisch von ihren eigenen Reiseerlebnissen berichten können.

Auch außerhalb des Unterrichts konnten die Jugendlichen das Campusleben erleben: Sie aßen gemeinsam in der Mensa, erkundeten das Universitätsgelände und konnten in ihrer Freizeit beispielsweise in der Sporthalle trainieren. So wurde die Universität nicht nur zum Ort des Lernens, sondern auch zu einem wichtigen Teil des gemeinsamen Reiseerlebnisses.

Natürlich durfte bei einem Aufenthalt in Shanghai auch das Kennenlernen der Stadt nicht fehlen. Die Gruppe besichtigte einige der bekanntesten Sehenswürdigkeiten Shanghais, darunter den Fernsehturm und den berühmten Bund mit seinem Blick auf die beeindruckende Skyline. Im traditionellen Yu-Garten konnten die Schüler eine ganz andere Seite der Metropole kennenlernen. Ein Ausflug führte außerdem in das historische Wasserdorf Zhujiajiao, wo traditionelle Gebäude, kleine Gassen und Kanäle einen Kontrast zum modernen Shanghai bildeten.

Zum Programm an der Fudan-Universität gehörten zudem verschiedene Kulturworkshops, bei denen die Schüler traditionelle chinesische Künste und Handwerkstechniken kennenlernen konnten. Auf dem Programm standen unter anderem Kalligrafie, chinesische Malerei, Drachen- und Löwentanz, Schwertkunst sowie die Herstellung von Cloisonné-Kunst und kunstvoll gestalteten Lackfächern. Dabei konnten die Schüler nicht nur selbst kreativ werden, sondern die verschiedenen Techniken auch praktisch ausprobieren.

Hamburg und Shanghai – 40 Jahre Städtepartnerschaft

Ein besonderes Erlebnis während des Aufenthalts in Shanghai war der Besuch einer Ausstellung im Shanghai History Museum, die anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Shanghai die beiden Partnerstädte in den Mittelpunkt stellt. Die Ausstellung bot den Schülern die Gelegenheit, die Verbindung zwischen ihrer Heimatstadt Hamburg und Shanghai aus einer neuen Perspektive kennenzulernen.

Im Anschluss waren die Jugendlichen zu einem besonderen Kreativworkshop eingeladen: Sie konnten ihre eigenen NIVEA-Dosen individuell und farbenfroh gestalten. So wurde aus dem Besuch der Ausstellung nicht nur ein Einblick in die gemeinsame Geschichte beider Städte, sondern auch ein persönliches Andenken an die Reise.

Luoyang – eine Reise in die chinesische Geschichte

Nach den Eindrücken des modernen Shanghai ging es weiter nach Luoyang. Die ehemalige Kaiserstadt gehört zu den historischen Zentren Chinas und bot den Schüler einen ganz anderen Blick auf das Land.

Zu den Höhepunkten gehörte der Besuch der berühmten Longmen-Grotten mit ihren beeindruckenden buddhistischen Skulpturen. Auch der Weiße-Pferd-Tempel (Baimasi), der als ältester buddhistischer Tempel Chinas gilt, gehörte zu den besonderen Erlebnissen. Bei verschiedenen Museumsbesuchen konnten die Schüler noch tiefer in die Geschichte und Kultur der Region eintauchen.

Ein ganz besonderes Erlebnis war der Besuch der historischen Altstadt Luoyi Gucheng. Dafür liehen sich die Schüler traditionelle Hanfu-Kleidung aus und erkundeten die Altstadt ganz im Stil vergangener Zeiten. Einige nutzten die Gelegenheit für ein Fotoshooting, während andere einfach durch die bunt beleuchteten Straßen schlenderten und das besondere Gefühl genossen, für einen Abend in eine andere Zeit zurückversetzt worden zu sein. Zwischen traditionellen Gebäuden, Geschäften und farbenfrohen Lichtern konnten die Jugendlichen so die besondere Atmosphäre der historischen Stadt auf ganz persönliche Weise erleben.

Begegnungen mit chinesischen Jugendlichen

Ein weiterer besonderer Programmpunkt war der Besuch eines Community-Centers, bei dem die Schüler auf gleichaltrige chinesische Jugendliche trafen. Gemeinsam nahmen sie an einem Quiz über Deutschland und China teil und gestalteten anschließend eigene Fächer. Dabei blieb viel Zeit zum gegenseitigen Kennenlernen und Austauschen.

Am Ende durften die Jugendlichen ihre selbst gestalteten Fächer gegenseitig verschenken. Dahinter steckt eine schöne sprachliche und kulturelle Besonderheit: Das chinesische Wort für Fächer, shàn (扇), klingt genauso wie das Wort für Güte und Freundlichkeit, shàn (善). Das Verschenken eines Fächers kann daher als Zeichen der Wertschätzung und des guten Willens verstanden werden. Für die Schüler war es eine schöne Gelegenheit, nicht nur etwas über chinesische Kultur zu lernen, sondern selbst Teil eines interkulturellen Austauschs zu werden.

Chinesisch lernen und Gelerntes anwenden

Während der gesamten Reise stand natürlich auch die chinesische Sprache im Mittelpunkt. Im Chinesischunterricht konnten die Schüler ihre Sprachkenntnisse vertiefen und lernten unter anderem, wie sie auf Chinesisch über ihre eigenen Reiseerlebnisse berichten können. Das Gelernte konnten sie anschließend auch außerhalb des Unterrichts anwenden, beispielsweise beim Einkaufen oder im Kontakt mit Menschen vor Ort.

Besonders deutlich wurde die Verbindung von Sprache und eigenen Erlebnissen bei der großen Abschlussperformance. Bei der Abschlussperformance berichteten die Schüler auf Chinesisch von ihrer Reise und davon, was sie während des Summer-Camps gelernt und erlebt hatten.

Neben den chinesischen Sprachbeiträgen sorgten auch zahlreiche weitere Darbietungen für ein abwechslungsreiches Programm: Ein Schüler trug ein selbst verfasstes Gedicht über die gemeinsame Reise vor. Andere präsentierten ein chinesisches Lied und führten gemeinsam ein selbst entwickeltes Quiz über China und die Reise durch. Auch kreative Beiträge durften nicht fehlen: Die Schüler präsentierten selbst gemalte Bilder und zeigten ihr Können in Kalligrafie und Malerei.

Die Abschlussperformance war damit ein schöner Abschluss der gemeinsamen Zeit und zeigte eindrucksvoll, wie vielfältig die Jugendlichen ihre Erfahrungen während des Camps auf kreative Weise zum Ausdruck brachten. Sie konnten ihre Chinesischkenntnisse einsetzen, kreativ werden und gemeinsam als Gruppe etwas auf die Beine stellen.

Gemeinsam China erleben

Nicht nur die Sehenswürdigkeiten, Workshops und Ausflüge machten das Summer-Camp zu einem besonderen Erlebnis. Während der zwei Wochen wuchs die Gruppe immer weiter zusammen. Aus Schülern, die sich teilweise vor der Reise noch gar nicht kannten, wurde eine Gemeinschaft, die gemeinsam lernte, neue Dinge ausprobierte, lachte und zahlreiche Erinnerungen sammelte.

Das Summer-Camp China bot den Jugendlichen damit weit mehr als eine Reise nach China. Sie konnten das moderne Shanghai und das geschichtsträchtige Luoyang kennenlernen, ihre Chinesischkenntnisse in authentischen Situationen anwenden, chinesische Jugendliche treffen und Einblicke in das Leben an einer chinesischen Universität gewinnen. Vor allem aber konnten sie China selbst erleben – nicht nur aus dem Lehrbuch, sondern mit allen Sinnen und gemeinsam mit anderen jungen Menschen.

Das Konfuzius-Institut Hamburg blickt mit großer Freude auf zwei ereignisreiche und unvergessliche Wochen zurück und freut sich schon jetzt auf das nächste Summer-Camp China!

Du lernst Chinesisch und möchtest China selbst erleben? Dann bewirb dich für das nächste Summer-Camp China des Konfuzius-Instituts Hamburg und entdecke zwei Wochen lang die chinesische Sprache, Kultur und Lebenswelt!

Hier finden Sie ein Video von der Reise, in dem die Teilnehmenden selber von ihren Erlebnissen berichten:

Den chinesischen Artikel finden Sie hier.