Kultursonntag im Mai

17. Mai 2026

Wussten Sie, was sich alles aus Pfeifenreinigern gestalten lässt? Einen kreativen Einblick in die vielseitige Kunst mit „Pfeifenreinigern“ erhielten die Besucherinnen und Besucher des Kultursonntags am 17. Mai im Yu-Garten Hamburg. Zu Beginn des Workshops präsentierte die Lehrkraft des Konfuzius-Instituts beeindruckende Kunstwerke – kaum zu glauben, dass diese aus so einfachen Materialien entstanden waren. Anschließend wurde es praktisch: Passend zum Frühling gestalteten die Teilnehmenden ihre eigenen Tulpen und konnten die Farbe der Blütenblätter ganz individuell auswählen. Dank viel gegenseitiger Unterstützung und gemeinsamer Begeisterung hielten am Ende alle stolz ihre selbst gebastelten Blumen in den Händen.

Im zweiten Workshop des Tages stand die chinesische Kalligrafie im Mittelpunkt. Nach einer spannenden Einführung in die Entstehung und Entwicklung dieser traditionsreichen Kunstform lernten die Teilnehmenden verschiedene Schriftstile kennen und durften selbst versuchen, chinesische Schriftzeichen zu erraten. Besonders faszinierend war es, moderne Schriftzeichen mit ihren kalligrafischen Formen zu vergleichen – dafür war manchmal ein wirklich geschultes Auge gefragt. Nach ersten Schreibübungen gestalteten die Teilnehmenden schließlich ein Lesezeichen mit einem Schriftzeichen ihrer Wahl, das anschließend mit traditioneller Lackfarbenkunst verziert wurde.

Auch diese Kunstform blickt in China auf eine lange Geschichte zurück und erfreut sich heute wieder großer Beliebtheit. Die Farben werden dabei vorsichtig auf Wasser geträufelt, bevor das Lesezeichen hineingetaucht wird. So entstehen einzigartige Muster – jedes einzelne Kunstwerk unverwechselbar und besonders. Mit großer Freude nahmen die Teilnehmenden ihre selbst gestalteten Lesezeichen mit nach Hause. Zuvor wechselten viele von ihnen aber noch einen Raum weiter ins Tandem-Café.

Auch dort herrschte eine lebendige und offene Atmosphäre: Deutsche und chinesische Teilnehmende kamen miteinander ins Gespräch und tauschten sich über ihre Erfahrungen beim Sprachenlernen, über Reisen und viele weitere Themen aus. Als Gesprächseinstieg standen verschiedene Materialien des Konfuzius-Instituts bereit. Doch sobald das Eis gebrochen war, entwickelten sich die Gespräche ganz von selbst und dauerten bis zum Ende des Tandem-Cafés an.

Parallel dazu fand auch die Majiang-Spieleecke statt, die auf großes Interesse stieß. Viele neue Interessierte wollten das traditionelle Spiel kennenlernen, sodass an zwei Tischen Teams gebildet wurden, in denen sich die Teilnehmenden gegenseitig unterstützten und Tipps gaben. Die Freude war jedes Mal groß, wenn jemand gewann, und viele waren sich am Ende einig: Beim nächsten Kultursonntag möchten sie unbedingt wieder dabei sein und weiterspielen.

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Den chinesischen Artikel finden Sie hier.