Hamburg–Shanghai Network:

Eine Zeitreise durch unsere Partnerstadt

29. Mai 2026

Am 29. Mai 2026 lud das Konfuzius-Institut Hamburg anlässlich des 40-jährigen Jubiläums der Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Shanghai zur Veranstaltung „Hamburg–Shanghai Network: Eine Zeitreise durch unsere Partnerstadt“ in den Yu-Garten Hamburg ein. Rund 70 Gäste folgten der Einladung und erlebten einen abwechslungsreichen Abend, der Geschichte, Kultur und persönlichen Austausch miteinander verband.

Bereits vor Beginn der Veranstaltung bot ein Sektempfang Gelegenheit zum Kennenlernen und Austausch. Dieser wurde freundlicherweise vom Yu Garden Restaurant unterstützt und fand bei angenehmer Abendsonne draußen auf dem Balkon statt.

Nach der Begrüßung durch das Konfuzius-Institut Hamburg eröffnete Mona Li den Abend mit einer musikalischen Darbietung auf der Guzheng, einer traditionellen chinesischen Zither. Mit dem Stück „Heimkehr der Fischer“ nahm sie die Gäste zunächst mit auf eine musikalische Reise ans Wasser. Anschließend spielte sie das bekannte Shanghaier Lied 《夜来香Yè lái xiāng》 und leitete fließend in „Hamburg, meine Perle“ über. So verband sie die beiden Städte auf musikalische Weise und schuf eine stimmungsvolle Einstimmung auf das Programm.

Anschließend richtete Herr Songbao Jin, stellvertretender Generalkonsul der Volksrepublik China in Hamburg, einige Grußworte an die Gäste und würdigte die langjährige Freundschaft und Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Shanghai.

Ein besonderer Höhepunkt des Abends war die Videobotschaft von Dr. Klaus von Dohnanyi. Als Erster Bürgermeister Hamburgs von 1981 bis 1988 war er maßgeblich an der Entstehung der Städtepartnerschaft beteiligt. In seiner Botschaft blickte er auf die Anfänge der Zusammenarbeit zurück, erinnerte an die damaligen Rahmenbedingungen und sprach über seine Wünsche für die zukünftige Entwicklung der Beziehungen zwischen beiden Städten.

Weitere Grußworte sprachen Timm Rohweder, Präsident von der Chinesisch-Deutschen Gesellschaft, Qiuyi Chen, Geschäftsführer des Yu Garden Restaurants und Präsident der Hamburger China-Gesellschaft, sowie Johann Stooss vom Yu-Garten Management.

Im Anschluss nahm der Architekt Andreas Schuberth die Gäste mit auf eine Reise in die Entstehungsgeschichte des Hamburger Yu-Gartens. Anhand zahlreicher Fotografien vom Bau des Gebäudes berichtete er von seinen persönlichen Erfahrungen und erzählte einige unterhaltsame Anekdoten aus dieser besonderen Zeit. Besonders eindrucksvoll war seine Schilderung der engen Zusammenarbeit zwischen Hamburger und Shanghaier Partnern während der Bauphase. Dabei machte er deutlich, dass der Yu-Garten nicht nur heute ein sichtbares Symbol der Städtepartnerschaft ist, sondern bereits seine Entstehung ein gelungenes Beispiel dafür war, was durch gegenseitiges Vertrauen, Austausch und Zusammenarbeit zwischen beiden Städten erreicht werden kann.

Den inhaltlichen Schwerpunkt des Abends bildete anschließend der Vortrag von Dr. Peter-Alexander Möller. Er stellte sein Buch „Kulturverstehen“ vor und berichtete von dessen Entstehungsgeschichte. Die Grundlage des Buches bilden 112 Fotografien, die sein Großvater Ludwig E. Möller in den 1930er Jahren in Shanghai aufgenommen hatte. Anhand ausgewählter Aufnahmen gab Dr. Möller faszinierende Einblicke in das damalige Leben der Stadt und zeigte, wie sich Shanghai innerhalb weniger Jahrzehnte zu einer der bedeutendsten Metropolen der Welt entwickelt hat. Ergänzt wurde der Vortrag durch die Präsentation des Fotoprojekts „Shanghai: 1930s and Today – A Photographic Dialogue Across Time“, das in Zusammenarbeit mit der Fudan Universität entstanden ist. Durch die Gegenüberstellung historischer Fotografien mit aktuellen Ansichten derselben Orte wurde die beeindruckende und rasante Entwicklung Shanghais besonders anschaulich sichtbar.

Wir freuen uns sehr über die große Resonanz auf die Veranstaltung und bedanken uns herzlich bei allen Gästen, Referentinnen und Referenten sowie unseren Partnern für ihre Unterstützung. Die Städtepartnerschaft zwischen Hamburg und Shanghai besteht nun seit 40 Jahren und hat in dieser Zeit zahlreiche Begegnungen, Projekte und Freundschaften ermöglicht. Wir sind überzeugt, dass auch in Zukunft viele weitere spannende Initiativen entstehen werden, solange beide Städte den offenen Dialog, die Zusammenarbeit und den kulturellen Austausch lebendig halten.

Den chinesischen Artikel finden Sie hier.