Deutsch-Chinesischer Dialog:
„Gebärdensprachen“
28. September 2025
Wie vielen von Ihnen sicherlich bekannt ist, setzt sich das Konfuzius-Institut Hamburg bereits seit vielen Jahren für die Verständigung zwischen China und Deutschland ein. Ein schönes Beispiel dafür ist unsere Veranstaltungsreihe „Deutsch-Chinesischer Dialog“, bei der wir jeweils ein Thema besprechen, das sowohl Deutschland als auch China betrifft.
In diesem Jahr war dieser Dialog in besonderer Weise bereichert: Wir durften ihn in Zusammenarbeit mit dem Institut für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser (IDGS) der Universität Hamburg sowie dem Center for Chinese Sign Language and Deaf Studies der Shanghai University gestalten.
Die beiden Leiterinnen der Institute, Prof. Dr. Herrmann und Prof. Ni, waren ebenfalls anwesend und hatten bei der Organisation und Durchführung maßgeblich mitgewirkt. Außerdem eingeladen waren drei Vertreter:innen der Chinese Deaf Communities: Prof. Guowei Yang von der Henan University of Economics and Law sowie Cui Yang und Ying Guo aus Köln, die beide seit vielen Jahren in Deutschland leben und dadurch die chinesische und die deutsche Situation sehr gut vergleichen konnten. Von deutscher Seite waren Prof. Herrmann und Prof. Paulus vom IDGS und taube Personen im Publikum anwesend.
Der Nachmittag begann mit kurzen Einführungen in die Deaf Communities Chinas und Deutschlands. Daran schloss sich ein lebendiger Dialog zwischen den deutschen und chinesischen Vertreter:innen an, in dem sie persönliche Erfahrungen teilten – etwa aus ihrer Schulzeit, im Umgang mit Dolmetschdiensten oder in Bezug auf die Rolle neuer Technologien. Auch Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Kultur tauber Menschen aus beiden Ländern wurden diskutiert. Besonders bereichernd war, dass die Teilnehmenden nicht nur Unterschiede, sondern auch viele verbindende Erfahrungen hervorhoben.
Zum Abschluss öffnete sich die Runde für das Publikum: In einer offenen Fragerunde konnten die Besucher:innen eigene Anliegen und Fragen einbringen, die von den Vertreter:innen ausführlich und mit großem Interesse beantwortet wurden.
Wie erwähnt, ist es das Ziel des Konfuzius-Instituts Hamburg, eine Brücke zwischen China und Deutschland zu bauen. An diesem Tag aber hatten wir die besondere Gelegenheit, diese Brücke noch tragfähiger und vor allem barrierefreier werden zu lassen. Es war uns eine große Ehre, den Austausch zwischen den Deaf Communities in China und Deutschland zu unterstützen und zu fördern. Unser großer Dank gilt dem Institut für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser der Universität Hamburg und dem Center for Chinese Sign Language and Deaf Studies der Shanghai University für die hervorragende Zusammenarbeit – und natürlich auch den Dolmetscher:innen, die mit großem Einsatz dafür sorgten, dass alle Teilnehmenden der Veranstaltung folgen konnten.
Wir freuen uns auf zukünftige gemeinsame Projekte!
Den chinesischen Artikel finden Sie hier.






