„China erleben“

eine besondere Reise in den Südwesten Chinas

06. September – 20. September 2025

Im goldenen September startete die vom Konfuzius-Institut Hamburg organisierte Reise „Chinesisch lernen, China erleben“ durch die Regionen Sichuan, Chongqing und Guizhou. Ziel war es, der Reisegruppe des Konfuzius-Instituts Hamburg einen tiefen Einblick in die geografische Vielfalt und kulturelle Einzigartigkeit des Südwestens Chinas zu geben.

Die Reise begann mit dem Flug von Hamburg nach Chengdu und endete in Guiyang. Zwischen den Städten wurden die schnellen Hochgeschwindigkeitszüge genutzt und von den Reisenden für ihre Pünktlichkeit und Sauberkeit gelobt. Die Autofahrten hingegen boten ein eindrucksvolles Bild der geografischen Herausforderungen und der Ingenieurskunst in der Region. Die Strecke von Chengdu nach Jiuzhaigou führte über acht Stunden kurvenreicher Bergstraßen, die sich durch die Täler der Minshan-Berge schlängelten. Trotz der langen Fahrzeit entschädigten die Ausblicke auf hohe Berge und malerische Dörfer für jede Kurve. In Chongqing, der sogenannten „Bergstadt“, beeindruckte der Verkehr, der sich durch enge Täler, zwischen Gebäuden und über Bergrücken bewegte – allein diese Fahrt war ein einzigartiges Stadterlebnis. In Guizhou schließlich führten die modernen Autobahnen über hohe Brücken und durch lange Tunnel, wodurch auch tiefe Täler und steile Berge leicht passierbar wurden. Auf diese Weise konnten die Gäste die großen Errungenschaften des Verkehrswesens in Südwestchina hautnah erleben.

Auch kulinarisch war die Reise vielseitig und auf die Bedürfnisse aller Teilnehmer abgestimmt. In Sichuan gab es nicht nur die bekannten scharfen Speisen, sondern auch mildere Spezialitäten wie tibetische Hotpots mit Yakfleisch und Pilzen, die wohltuend und aromatisch zugleich waren. Im Chengdu-Museum für Sichuan-Küche konnten die Gäste verschiedene traditionelle Gerichte probieren und selbst lernen, wie sie zubereitet werden, um die Vielfalt und Raffinesse der Region kennenzulernen. In Chongqing boten die berühmten Feuertöpfe sowohl optische als auch geschmackliche Erlebnisse, wobei die Teilnehmer je nach Geschmack auch mildere Varianten wählen konnten. Guizhou wiederum überraschte mit sauren Fischgerichten und regionalen Spezialitäten wie Reisfisch der Dong-Minderheit, die den Gästen neue Geschmackserlebnisse boten und die regionale Kultur widerspiegelten.

Die Reise führte die Teilnehmer zu beeindruckenden Natur- und Kulturerlebnissen. In Jiuzhaigou beeindruckten die klaren Seen und bunten Wälder, während die Kalkterrassen in Huanglong wie riesige goldene Drachen schimmerten. Der mächtige Huangguoshu-Wasserfall donnerte in die Tiefe, und die Höhlen in Guizhou zeigten in jedem Schritt neue, faszinierende Landschaften. Historische Stätten wie die Wasseranlagen in Dujiangyan, die von Li Bing und seinem Sohn vor über 2.000 Jahren gebaut wurden, verdeutlichten die ingenieurtechnische und kulturelle Geschichte der Region. Im Sanxingdui-Museum standen die Gäste vor geheimnisvollen Bronzearbeiten der alten Shu-Zivilisation, deren Komplexität und Schönheit beeindruckten. In Chengdu bot die Panda-Station eine einmalige Gelegenheit, die berühmten Riesenpandas aus nächster Nähe zu erleben.
Stadtbummel durch Chengdus alte Gassen, Besuche der historischen Viertel von Chongqing, sowie Begegnungen mit ethnischen Minderheiten in Sichuan und Guizhou zeigten den Gästen die Vielfalt und Lebendigkeit der Region. Dabei konnten sie sowohl das Alltagsleben der Städte als auch die Kultur der Tibeter, Qiang, Miao und Dong erleben. Die Gäste nahmen an Kochkursen teil, sahen traditionelle Kunstformen wie Maskenwechsel und Feuerspucken, probierten historische Kostüme aus und fuhren bei Nacht mit dem Boot auf dem Yangtse, um die Lichter der Bergstadt zu bewundern. In den Dörfern stellten sie traditionelle Speisen her, lernten das Batikfärben und fertigten eigene Souvenirs, wodurch die Reise über das reine Besichtigen hinaus zu einer greifbaren, kulturellen Erfahrung wurde.

Die zweiwöchige Reise vermittelte der Reisegruppe einen umfassenden Eindruck von Chinas Südwesten – von beeindruckender Natur über historische Meisterwerke bis hin zu lebendiger Alltagskultur. Sie machte die abstrakte Vorstellung von „chinesischer Kultur“ zu etwas, das fühlbar, schmeckbar und erlebbar war. Durch sorgfältig geplante Routen und Aktivitäten wurden sowohl die geografischen Wunder als auch die kulturellen Schätze Südwestchinas intensiv erfahrbar und hinterließen bleibende Eindrücke.

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Den chinesischen Artikel über die Reise finden sie hier.