Literatur im Teehaus

Mit der neuen Reihe Literatur im Teehaus eröffnet das Konfuzius-Institut eine neue Plattform des deutsch-chinesischen Kulturaustauschs. Literatur prägt chinesische Teehäuser ebenso wie der Tee selbst. Das Konfuzius-Institut lädt regelmäßig namhafte wie hierzulande nahezu unbekannte chinesische Schriftsteller ein. Lesungen und Gespräche machen aktuelle literarische Werke, das Leben der Schriftsteller und das ihrer Protagonisten sowie deren Lebensumstände hautnah erlebbar.
 

Weitere Termine folgen in Kürze!
 
 

Veranstaltungen aus unserem Archiv:

 

Zang Di –Literatur im Teehaus (10)

Im Rahmen der „Langen Nacht der Konsulate“
 

„Gedichte sind Holzblöcke in der Politik des Lebens“

Chinesisches Teehaus, Feldbrunnenstraße 67, Saal Shanghai
 
Donnerstag, 26.05.2016, 19:00 Uhr
 
Zang Di, Autor, Peking Universität
Moderation: Dr. Carsten Krause, Hamburg
 
Zang Di gilt aufgrund seines eigenwilligen Stils, internationale mit chinesischer Kultur- und Literaturtradition zu verbinden, als einer der wichtigsten chinesischen Dichter der Gegenwart. 1964 wurde er in Beijing geboren und arbeitet als Dozent für Literatur an der Peking Universität. Zugleich ist er Herausgeber zahlreicher Lyrikbände, Lyrikmagazine und Übersetzungen. Für seine tiefgründigen Gedichte sowie seinen Witz, hat er zahlreiche Preise in China gewonnen. Auch in den USA hat Zang Di sich als zeitgenössischer chinesischer Lyriker bereits einen Namen gemacht, in Europa hingegen ist er bisher fast unbekannt. Umso mehr kann seinem erstmaligen Hamburg-Besuch mit Spannung entgegen gefiebert werden.
 
Im Gespräch mit dem Direktor des Konfuzius-Instituts, Dr. Carsten Krause, geht Zang Di unter anderem auf aktuelle Fragen zur Rolle der chinesischen Literatur im internationalen Kontext sowie zu seinem persönlichen Verhältnis zur Literaturszene Chinas ein.
 
Eintritt frei
 
 

Mai Jia - Literatur im Teehaus (9)

Chinesisches Teehaus "Hamburg Yu Garden", Feldbrunnenstraße 67, Raum Hamburg
 
Mittwoch, 16.03.2016, 19:00 Uhr
 

Das verhängnisvolle Talent des Herrn Rong

 
Der von der westlichen Presse als chinesischer Dan Brown gefeierte Autor trifft in Hamburg auf seine deutsche Übersetzerin
 
Mai Jia, Autor, Hangzhou
Karin Betz, Frankfurt am Main
Lesung: Mai Jia und Ulrich Bildstein, Hamburg
Moderation: Dr. Jing Bartz
 
Mai Jia hat in China bereits 5 Millionen Bücher verkauft. In seinem Roman  "Das verhängnisvolle Talent des Herrn Rong" (DVA 2015) geht es um die tragische Biographie eines Mathematik-Genies und Kryptografen des chinesischen Geheimdienstes. Oder um Mai Jia selbst? Das würde nicht wundern, denn der Autor war selbst 17 Jahre Geheimdienstmitarbeiter in der chinesischen Armee, bevor er sich der Schriftstellerei verschrieb. Ein besonderer Literaturabend mit einem Autor, der den Blick in die Seelen seiner Protagonisten wagt, "und denen folgt man, auch ohne Walther PPK in der Hand und Bondgirl auf dem Schoß mit größter Spannung" (ORF). Im Gespräch mit seiner deutschen Übersetzerin wird aufgedeckt, wie man die Codes der chinesischen Sprache in den Werken von Mai Jia knackt. Der Schauspieler Ulrich Bildstein liest aus Ma Jias Werk in deutscher Sprache, die bilinguale Moderation des Abends übernimmt die fachkundige Kulturmittlerin Dr. Jing Bartz.
 
Eine Veranstaltung mit freundlicher Unterstützung der Weltlesebühne
 
Lesung und Diskussion (Sprache: Deutsch und Chinesisch)
 
Eintritt frei
 
 
 

Guo Shixing – Literatur im Teehaus (8)

Chinesisches Teehaus, Feldbrunnenstraße 67, Saal Shanghai
 
Montag, 29.02.2016, 19:00 Uhr
 

Viel Theater!

Der berühmte Dramatiker Guo Shixing im Gespräch mit dem Diplomaten und Herausgeber neuer chinesischer Theaterstücke Chen Ping
 
Guo Shixing, Autor, Beijing
Chen Ping, Diplomat, Berlin
Szenische Lesung: Julia Brand, Ulrich Bildstein, Hamburg
Moderation: Dr. Jing Bartz
 
Die Hansestadt Hamburg ist eine wichtige Plattform des chinesischen Theaters geworden. Nachdem das Thalia Theater und das Deutsche Schauspielhaus mehrere Aufführungen aus China präsentiert haben, besucht nun zum ersten Mal ein wichtiger chinesischer Dramatiker Hamburg und kommt ins Konfuzius-Institut: Guo Shixing, Autor von „Die Frösche“ und „Der Go-Mensch“. Die beiden Stücke sind soeben in der Anthologie „Mittendrin – Neue Theaterstücke aus China“ (Theater der Zeit, 2016) auf Deutsch erschienen. Als Herausgeber der Anthologie behauptet Chen Ping: „für China war das moderne Sprechtheater ein vollständiger Import“. Mit den beiden Kulturschaffenden diskutieren wir im Chinesischen Teehaus, wie sich das Theater in China entwickelt hat und wie experimentell es sein darf. Wenn Guo Shixing zugibt, dass sein Schreiben unter starkem Einfluss von Friedrich Dürrenmatt stehe, wie erklärt er sein Erfolgskonzept, chinesischen Inhalt in eine westliche Form zu packen? Auch dürfte es spannend sein, von dem Kulturattaché Chen Ping zu erfahren, wie viel "Theater" es macht, wenn chinesische Gegenwartsdramen in die Welt reisen.
 
Szenische Lesung (Deutsch) und Diskussion (Deutsch und Chinesisch)
 
 
 
Literatur im Teehaus 7:

Der Himmel ist aufgetan – Wolfgang Kubin wird 70 und liest aus seinen neuesten Werken

 
Samstag, 17.10.2015, 16:00 Uhr
Chinesisches Teehaus, Feldbrunnenstraße 67, Saal OG
 
Prof. em. Dr. Wolfgang Kubin, Schriftsteller, Emeritus der Universität Bonn und Senior Professor an der Beijing Foreign Studies University, Bonn/Beijing
Moderation: Dr. Jing Bartz, Hamburg

 
Wolfgang Kubin (geb. 1945 in Celle), der in China unter dem Namen „Gu Bin“ bekannte und dort wohl einflussreichste deutsche Sinologe, vereint in seiner Person in unverwechselbarer Weise das Lebenswerk eines großen Wissenschaftlers mit dem eines bedeutenden Literaten.
 
Seit jeher zieht ihn China leidenschaftlich in den Bann. Als Sinologe und als Übersetzer überträgt er unermüdlich und mit unvergleichlicher Fachkompetenz chinesische Philosophie der Antike ebenso wie chinesische Lyrik der Moderne und der Gegenwart. Als Schriftsteller verfasste Wolfgang Kubin bereits fünfzehn literarische Werke. Er schreibt Lyrik, Essays und Erzählungen, sämtlich mit Bezug zu China.
 
Anlässlich seines 70. Geburtstags liest Wolfgang Kubin aus seinen jüngsten Werken: "In den chinesischen Bergen" (Essays), "Das Gleichgewicht der Unruhe" (Gedichte), "Xun Zi: Das Werden eines Menschen", Ouyang Jianghe: „Phönixe“ (Übersetzung eines Prosagedichts).
 
Im Gespräch mit der Moderatorin Dr. Jing Bartz geht Wolfgang Kubin auch auf aktuelle Fragen zur Rolle der Literatur in den deutsch-chinesischen Beziehungen sowie zu seinem persönlichen Verhältnis zur Literaturszene Chinas ein. Zum Ausklang lädt das Konfuzius-Institut an der Universität Hamburg zu einem kleinen Umtrunk ein.
 
In Kooperation mit: Bacopa Verlag
 
 
 

Lao She – Literatur im Teehaus (6)
„Das Teehaus" zu Gast im Teehaus – Schauspieler im Gespräch

 
Samstag, 04.07.2015, 15:00 Uhr
Chinesisches Teehaus, Feldbrunnenstraße 67, Pavillon im Herzen des Sees
 
Pu Cunxin und weitere Schauspieler des Beijing People`s Art Theatre
Prof. Dr. Li Nan, Fudan-Universität Shanghai, Hamburg
Moderation: Dr. Jing Bartz, Hamburg

 
Das literarische Werk des großen chinesischen Schriftstellers Lao She (1899-1966) hat nichts an seiner Aktualität eingebüßt. Welche Popularität und welche Wirkung hat sein berühmtestes Theaterstück „Das Teehaus“ bei der älteren Generation, und was sagt es den jüngeren Menschen in China? Und wie reagiert das deutsche Publikum?
 
Als Nachlese zur Aufführung im Deutschen Schauspielhaus lädt das Hamburger Konfuzius-Institut zu einer Begegnung mit den Schauspielern in das „Chinesische Teehaus“ in die Feldbrunnenstraße ein. In Zusammenarbeit mit dem dort ansässigen, neugegründeten „Zentrum für Teekultur und chinesische Küste“ kommt so in geselligem Rahmen ein deutsch-chinesischer Dialog bei einer Tasse Tee zustande, moderiert von Dr. Jing Bartz und mit ergänzendem Fachwissen von der Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Li Nan (Fudan-Universität, Shanghai).
 
In Kooperation mit: Deutsches Schauspielhaus, Beijing People`s Art Theatre, Wu Promotion Co. Ltd.
 
 
 

Literatur im Teehaus (5)

Bei Dao – Gedichte und Essays als Lebenselixier

 
Sonntag, 31.05.2015, 19:30 Uhr
Chinesisches Teehaus, Feldbrunnenstraße 67, Saal OG
 
Bei Dao, Schriftsteller, Hongkong, Beijing
Lesung: Bei Dao und Ulrich Bildstein, Schauspieler, Hamburg
Moderation: Dr. Jing Bartz, Hamburg
Musik: Saerom Park, Violoncello, Hamburg

 
Bei Dao in Hamburg – einer der bedeutendsten chinesischen Autoren der Gegenwart ist zum Greifen nah. Seit fast vierzig Jahren ist er berühmt für seine Dichtung, und doch verkörpert er noch so viel mehr. Einst Symbolfigur der sogenannten „Menglong-Dichtung“, war der 1949 geborene Bei Dao Mitbegründer der weltbekannten Literaturzeitschrift Today (Jintian). 1988 erhielt Bei Dao den Staatspreis der Volksrepublik China für den besten Gedichtband. 1989 verließ er seine Heimat, und nach Stationen in England, den USA usw. ließ er sich dauerhaft in Hongkong nieder. In seiner Muttersprache machte Bei Dao neben der Dichtung auch Essays und Romane zu seinem Überlebenselixier. Zuletzt erschien in deutscher Sprache ›Gottes chinesischer Sohn. Essays‹ (2011).
 
 
 

Literatur im Teehaus (4)

Finn-Ole Heinrich –  Frerk, du Zwerg!

 
Sonntag, 17.05.2015, 15:00 Uhr
Chinesisches Teehaus, Feldbrunnenstraße 67, Saal OG
 
Finn-Ole Heinrich, Schriftsteller, Hamburg
Lesung: Finn-Ole Heinrich und Dr. Jing Bartz, Hamburg
Moderation: Dr. Jing Bartz, Hamburg

 
Kooperationspartner: Deutsch-Chinesischer Kindergarten Hamburg,
Pedia International gGmbH
 
Frerk ist nicht besonders groß und nicht besonders cool. Von anderen Kindern wird er deshalb oft „Frerk, du Zwerg!“ gerufen, ein Spitzname, der ihm natürlich nicht besonders gefällt. Sein größter Traum ist es, einen Hund zu haben, aber das würde seine neurotische Mutter niemals zulassen. Genauso wenig wie Besuch von Freunden. Sie zieht ihn lieber an, wie seinen wortkargen Vater und gibt ihm jeden Morgen Müsli mit Obststücken zu essen. Aber eines Tages findet Frerk ein merkwürdiges Ei, das er mit nach Hause nimmt und aus Versehen ausbrütet...
 
Der Autor Finn-Ole Heinrich, der 2012 für dieses Buch den Deutschen Jugendliteraturpreis in der Kategorie Kinderbuch erhielt, wird aus seinem Buch vorlesen, das 2013 auch auf Chinesisch erschienen ist. Dr. Jing Bartz wird ebenfalls Auszüge aus der chinesischen Ausgabe vortragen und die anschließende Fragerunde moderieren.
 
 
 

Wang Gang – Literatur im Teehaus (3)

Chinesisches Teehaus, Feldbrunnenstraße 67, Saal OG
 
Samstag, 07.02.2015, 19:00 Uhr
 
Wang Gang, Autor, Urumuqi, Beijing
Lesung: Wang Gang und Ulrich Bildstein, Hamburg
Moderation: Dr. Jing Bartz
 
Erstmals besucht der Schriftsteller Wang Gang Hamburg und bringt ein Buch mit, das bislang nur im chinesischen Original und in englischer Übersetzung vorlag, jetzt aber auf Deutsch erschienen ist: „Der Englischlehrer“. In diesem Roman dokumentiert der Autor die „Kulturrevolution“ aus der Perspektive eines von der englischen Sprache begeisterten Jugendlichen. Wang Gang brauchte acht Jahre bis zur Fertigstellung des Werkes, welches in autobiografischen Zügen die Begegnung mit einem Lehrer verarbeitet, den er während seiner Jugend in seiner Heimatstadt Urumuqi sehr schätzte. "Der Englischlehrer" beschreibt jedoch nicht explizit die in der damaligen „Kulturrevolution“ alltägliche Gewalt und Grausamkeit, die der Autor selbst erlebte, sondern schildert die Abgründe der Menschlichkeit subtil. 2008 wurde der Roman für den wichtigsten chinesischen Literaturpreis, den Mao-Dun-Literaturpreis, nominiert.
 
Wang Gang betätigte sich nach dem Studium unter anderem als Filmproduzent und Geschäftsmann, ehe er endgültig zum Berufsschriftsteller und Drehbuchautor wurde. Er lebt heute abwechselnd in Beijing und in Xinjiang.
 
Eintritt: frei
 
 
 
Dienstag, 11.11.2014, 19:00–20:30 Uhr  -   ausgebucht!

Yu Hua – Literatur im Teehaus (2)

Ort: Chinesisches Teehaus, Feldbrunnenstraße 67, Teepavillon OG
 
Yu Hua, Autor, Hangzhou
Moderation: Dr. Jing Bartz
 
Yu Hua gilt als einer der international am meisten publizierten Schriftsteller chinesischer Gegenwartsliteratur. In Deutschland ist er bekannt für seine Romane „Leben!“, „Brüder“ und „Der Mann, der sein Blut verkaufte“. Vor allem gehören zum Roman „Leben!“ nicht nur die gleichnamige Verfilmung von Zhang Yimou (2008), sondern auch die Inszenierung von Meng Jinghui im Thalia Theater Anfang dieses Jahres. Nun reist der Autor selbst nach Hamburg. In der Reihe „Literatur im Teehaus“ des Konfuzius-Instituts Hamburg ist Yu Hua hautnah zu erleben und steht er seinen Lesern für alle offenen Fragen zur Verfügung.
 
Kooperationspartner: Kulturbehörde Hamburg
Konzeption: Dr. Jing Bartz
 
Eintritt: frei